
Dialog aus dem Film:
Die Rache des Fährtensuchers/Pathfinder Nils Gaup, Jahre 1987 (nach einer norwegischen Volkssage eines samischen Volksstammes) zwischen Rast (Schamane) und Aigin, einem Jüngling (Held und Protagonist) Die erwähnten Tschuden sind ein marodierender Kriegerhaufen russischer Finnen.
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Raste: Vertreibe die Wolke der Rache, die Deinen Sinn verdunkelt.
Denke immer daran, wir sind nur Teile des Ganzen, Angehörige der unendlichen Bruderschaft. Die Tschuden haben das vergessen. Vergiss Du das nicht auch.
Aigin: Meine Angeörigen sind alle tot, ich bin allein.
Raste: Das mag Dir so vorkommen,
aber auch Du bist nur ein Teil der unendlichen Bruderschaft.
auch Du bist an sie gebunden mit untrennbaren Banden
Aigin: Ich merke nichts von irgend welchen Banden.
Raste: Siehst Du dort?
Aigin: An der Zeltwand?
Raste: Nein, dazwischen, zwischen der Zeltwand und Dir.
Aigin: Da ist nichts dazwischen.
Raste: Ach, wirklich nichts?
Aigin: Nein.
[Raste hält Aigin den Mund und die Nase zu, hindert ihn am Atmen]
Raste: Du siehst immer noch nichts? -Jetzt merkst Du es, daß etwas da ist.
Die Luft sieht man nicht, aber es gibt keinen Menschen, der nicht untrennbar mit ihr verbunden wäre.
So ist unser Leben. Alles ist miteinander untrennbar verbunden.
Nein, mein Sohn, nein, Du kannst Dich nicht vom Ganzen lösen.
Wenn Du es doch tust, wenn Du vergisst, daß Du ein Teil des Ganzen bist, wenn das geschieht, wird ein Tschude aus Dir, ein Mensch auf auf Irrwegen, der sich selbst zerstört.
Und jetzt hör gut zu und vergiss nicht: Ich habe heute den heiligen Rentierhirsch zum 3. Mal gesehen.
Als ich ihn zum 1. Mal sah, war ich in Deinem Alter
Beim 2. Mal war ich in meinen besten Jahren
Und jetzt erst, heute, sah ich ihn zum 3. Mal
Aigin-Was bedeutet das?
[Raste ist plötzlich verschwunden]
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