Monday, February 23, 2009


25.Fortuna Imperatrix Mundi 25. Glück, die Kaiserin der Welt



semper crescis    Wachst du immer
aut decrescis;    Oder schwindest! -
vita detestabilis    Schmähliches Leben!
nunc obdurat    Erst mißhandelt,
et tunc curat    Dann verwöhnt es
ludo mentis aciem,    Spielerisch den wachen Sinn.
egestatem,    Dürftigkeit,
potestatem    Großmächtigkeit
dissolvit ut glaciem.    Sie zergehn vor ihm wie Eis.


Sors immanis    Schicksal, Ungeschlacht
et inanis,    und eitel!
rota tu volubilis,    Rad, du rollendes!
status malus,    Schlimm dein Wesen,
vana salus    Dein Glück nichtig,
semper dissolubilis,    Immer im Zergehn!
obumbrata    Überschattet
et velata    Und verschleiert
michi quoque niteris;    Kommst du nun auch über mich.
nunc per ludum    Um des Spieles
dorsum nudum    Deiner Bosheit
fero tui sceleris.    Trag ich jetzt den Buckel bloß.


Sors salutis    Los des Heiles
et virtutis    Und der Tugend
michi nunc contraria,    Sind jetzt gegen mich.
est affectus    Willenskraft
et defectus    Und Schwachheit liegen
semper in angaria.    Immer in der Fron.
Hac in hora    Drum zur Stunde
sine mora    Ohne Saumen
corde pulsum tangite;    Rührt die Saiten! -
quod per sortem    wie das Schicksal
sternit fortem,    Hinstreckt den Wackeren;
mecum omnes plangite!    alle klagt mit mir!





Thursday, April 03, 2008


Um einen Schmetterling lieben zu können,
müssen wir auch ein paar Raupen mögen.
Antoine de Saint-Exupéry

Die Herren sind abgetan; die Moral des gemeinen Mannes hat gesiegt.
Nietzsche

Was der Starke tut, muss der Schwache Gerechtigkeit nennen

Nicht was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns in unserer Auffassung sind, macht uns glücklich oder unglücklich
Schopenhauer


Wär’ nicht das Auge sonnenhaft, Wie könnten wir das Licht erblicken? Lebt’ nicht in uns des Gottes eig’ne Kraft, Wie könnt’ uns Göttliches entzücken?
Plotin,Enneaden

Saturday, October 06, 2007



Dialog aus dem Film:
Die Rache des Fährtensuchers/Pathfinder Nils Gaup, Jahre 1987 (nach einer norwegischen Volkssage eines samischen Volksstammes) zwischen Rast (Schamane) und Aigin, einem Jüngling (Held und Protagonist) Die erwähnten Tschuden sind ein marodierender Kriegerhaufen russischer Finnen.
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Raste: Vertreibe die Wolke der Rache, die Deinen Sinn verdunkelt.
Denke immer daran, wir sind nur Teile des Ganzen, Angehörige der unendlichen Bruderschaft. Die Tschuden haben das vergessen. Vergiss Du das nicht auch.

Aigin: Meine Angeörigen sind alle tot, ich bin allein.

Raste: Das mag Dir so vorkommen,
aber auch Du bist nur ein Teil der unendlichen Bruderschaft.
auch Du bist an sie gebunden mit untrennbaren Banden

Aigin: Ich merke nichts von irgend welchen Banden.

Raste: Siehst Du dort?

Aigin: An der Zeltwand?

Raste: Nein, dazwischen, zwischen der Zeltwand und Dir.

Aigin: Da ist nichts dazwischen.

Raste: Ach, wirklich nichts?

Aigin: Nein.

[Raste hält Aigin den Mund und die Nase zu, hindert ihn am Atmen]

Raste: Du siehst immer noch nichts? -Jetzt merkst Du es, daß etwas da ist.
Die Luft sieht man nicht, aber es gibt keinen Menschen, der nicht untrennbar mit ihr verbunden wäre.

So ist unser Leben. Alles ist miteinander untrennbar verbunden.
Nein, mein Sohn, nein, Du kannst Dich nicht vom Ganzen lösen.
Wenn Du es doch tust, wenn Du vergisst, daß Du ein Teil des Ganzen bist, wenn das geschieht, wird ein Tschude aus Dir, ein Mensch auf auf Irrwegen, der sich selbst zerstört.
Und jetzt hör gut zu und vergiss nicht: Ich habe heute den heiligen Rentierhirsch zum 3. Mal gesehen.
Als ich ihn zum 1. Mal sah, war ich in Deinem Alter
Beim 2. Mal war ich in meinen besten Jahren
Und jetzt erst, heute, sah ich ihn zum 3. Mal

Aigin-Was bedeutet das?
[Raste ist plötzlich verschwunden]

Sunday, June 10, 2007














Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

Albert Einstein












Die Gerechtigkeit deines Weges wirst du durch den wiedererkennen, der dich glücklich macht.

Aristoteles

Saturday, June 09, 2007










Tritt ein für deines Herzens Meinung
und fürchte nicht der Feinde Spott,
bekämpfe mutig die Verneinung,
so du den Glauben hast an Gott.

Theodor Fontane













Jede Erscheinung auf Erden ist ein Gleichnis.
Jedes Gleichnis ist ein offenes Tor, durch welches die Seele,
wenn sie bereit ist,in das innere der Welt zu gehen vermag,
wo du und ich, Tag und Nacht, alles eins ist.
Jedem Menschen tritt hier und dort in seinem Leben
das geöffnete Tor in den Weg...
Wenige freilich geben den schönsten Schein dahin,
für die geahnte Wirklichkeit des Inneren.

Hermann Hesse

Tuesday, June 05, 2007














Man überlebt nicht,
weil die Menschen gut sind,
sondern weil sie schlampig sind.

Georg Stephan Troller

Es ist erstaunlich, wie vorurteilsfrei wir zu denken vermögen, wenn es gilt, eine Dummheit vor uns selbst zu rechtfertigen.

Karl Heinrich Waggerl












Wenn es für alle nicht mehr reicht, dann springen die Armen ein.

Ernst Bloch

Das Wunder, wenn man es erlebt, ist niemals vollkommen. Erst die Erinnerung macht es dazu.

Erich Maria Remarque-
Die Nacht von Lissabon

Monday, October 16, 2006

Der Islam kommt mit dem Schwert - die so genannte christliche, aufgeklärte, zivilisierte, freie demokratische Welt, mit ihren als universell proklamierten Menschenrechten, brachte die Atombombe hervor. Die Vorreiter dieser Welt wissen mit einer geringen Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Vorherrschaft nicht anders umzugehen, als diese Rechte mit den Füßen zu treten. Welche demokratische Staatsform hält denn das, was sie für sich in Anspruch nimmt? Die Lebenswirklichkeit zeigt, dass diese demokratischen Werte durch ökonomische Machtinteressen korrumpiert werden. Die demokratische Geisteshaltung zeigt nicht die Stärke, sich selbst wirklich in Frage zu stellen. Es bleibt bei Reparaturen an der Oberfläche und auch deshalb wird diese Idee genau so verschwinden wie andere Doktrinen. Spätestens dann, wenn die technische Entwicklung den Lebensstandard der breiten Minderheit im Westen nicht mehr sichern kann. Wie hochmütig blicken die "modernen" Menschen auf eine Zeit von 1600 oder 2000 Jahren oder länger zurück, in der sich der Geist und die Spiritualität der Menschen entfaltet haben? Denken wir denn wirklich, dass wir diesen Vorfahren überlegen sind, nur weil wir es geschafft haben, so einiges zu erdenken, was das Leben auf diesem Planeten zu Grunde richtet und die Demokratie es offensichtlich nicht schafft, uns davor zu beschützen? Wie weit haben wir es gebracht, in dem wir Glaubensinhalte, Religionen als Ballast der so genannten Freiheit über Bord werfen und dabei den Verfall der Familie und damit der Gemeinschaft hinnehmen? Wie weit sind wir, dass unser Zivilisationsmüll in Ländern der ausgegrenzten und ausgebeuteten "3. Welt" untergebracht wird? Und das ist symptomatisch dafür, dass die Werte, die in diesen Ländern zum Teil noch leben, mit dem Unrat erstickt werden sollen, der von uns produziert wird. Wie steht es da erst mit dem geistigen Abfall, unseren Kulturerrungenschaften? Die sog. Elite, -sprich der Anteil der Menschheit mit angehäuftem Kapital-, ergeht sich in Verschwendung und unangemessenem Luxus - es gab nie so viele Millionäre wie jetzt und immer noch Menschen, die verhungern und obdachlos sind. Diese Art und Weise, mit wirtschaftlich Schwächeren umzugehen wird sich rächen, so wie es sich immer gerächt hat, wenn Schwache von den Starken unterdrückt werden.